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Körperfett-Rechner

Ein Maßband reicht: Hals, Taille und bei Frauen die Hüfte messen – der Rechner schätzt deinen Körperfettanteil nach der US-Navy-Formel und vergleicht ihn mit der Deurenberg-Formel.

✅ Kostenlos🔒 Ohne Anmeldung🧩 Als Widget einbettbar📚 Quelle: Hodgdon & Beckett 1984, Deurenberg 1991
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3 MaßeHals, Taille, Hüfte – mehr braucht es nicht
2 FormelnUS-Navy + Deurenberg im Vergleich
ACEEinordnung nach Fitness-Klassen

Deine Werte bleiben bei dir: Der Rechner rechnet nur in deinem Browser – deine Eingaben gehen an keinen Server und werden nicht gespeichert. Bist du angemeldet, merken wir uns in deinem Konto nur, welchen Rechner du genutzt hast (für Tages-Challenge und Abzeichen), nie deine Werte. Wie auf jeder Beealth-Seite zählt unsere eigene Besucherstatistik Aufrufe und Klicks – also auch, welchen Rechner du öffnest –, aber keine Eingaben. Im eingebetteten Widget zählt gar nichts mit.

Der Körperfettanteil (KFA) sagt mehr über deine Körperzusammensetzung als das Gewicht: Er zeigt, welcher Teil deiner Masse aus Fett besteht – und welcher aus Muskeln, Knochen, Organen und Wasser. Zwei Menschen mit demselben BMI können völlig unterschiedliche Körperfettanteile haben. Unser Körperfett-Rechner nutzt die US-Navy-Formel, die nur ein Maßband braucht, und stellt ihr die Deurenberg-Schätzung aus BMI und Alter gegenüber. So siehst du, wie robust dein Ergebnis ist.

Die US-Navy-Formel: messen statt wiegen

US-Navy-Methode (Hodgdon & Beckett 1984, Werte in cm) Männer: 495 ÷ (1,0324 − 0,19077 × log(Taille − Hals) + 0,15456 × log(Größe)) − 450
Frauen: 495 ÷ (1,29579 − 0,35004 × log(Taille + Hüfte − Hals) + 0,22100 × log(Größe)) − 450
Beispiel: Mann, 180 cm, Taille 90 cm, Hals 40 cm → Taille minus Hals = 50 cm → Ergebnis rund 18 Prozent Körperfett.

Die Formel wurde 1984 von Hodgdon und Beckett für die US-Marine entwickelt – an gut 800 Marineangehörigen (602 Männer, 214 Frauen) –, um die Körperzusammensetzung großer Gruppen ohne Labor zu schätzen. Sie nutzt den Zusammenhang zwischen Umfängen und dem Fettanteil, der in Vergleichsstudien mit einer Abweichung von etwa ±3 bis 4 Prozentpunkten zur Referenzmessung (Unterwasserwiegen oder DEXA) bestätigt wurde. Für den Alltag ist das erstaunlich gut – vorausgesetzt, du misst sauber.

So misst du richtig

  1. Hals: Maßband knapp unter dem Kehlkopf, leicht nach unten geneigt, nicht einschnüren.
  2. Taille: Männer auf Höhe des Bauchnabels, Frauen an der schmalsten Stelle zwischen Rippenbogen und Beckenkamm. Normal ausatmen, Bauch nicht einziehen, Band waagerecht.
  3. Hüfte (Frauen): An der breitesten Stelle des Gesäßes, Füße zusammen.
  4. Größe: Ohne Schuhe, Rücken an der Wand.

Miss morgens vor dem Frühstück, zweimal hintereinander, und nimm den Mittelwert. Ein Unterschied von 2 cm an der Taille verändert das Ergebnis bereits um etwa 1,5 Prozentpunkte.

Zum Vergleich: die Deurenberg-Formel

Deurenberg (1991) KFA (%) = 1,20 × BMI + 0,23 × Alter − 10,8 × Geschlecht − 5,4  (Geschlecht: Mann = 1, Frau = 0)
Beispiel: BMI 24,7, 40 Jahre, Mann → 29,6 + 9,2 − 10,8 − 5,4 = 22,6 Prozent.

Die Deurenberg-Formel schätzt den Körperfettanteil aus BMI, Alter und Geschlecht – ganz ohne Maßband. Sie ist gröber, weil sie Muskelmasse nicht erkennen kann, und weicht bei sportlichen Menschen deshalb häufig nach oben ab. Liegen beide Formeln nah beieinander, ist dein Ergebnis belastbar. Liegen sie weit auseinander, ist die Navy-Methode meist näher an der Wahrheit – sie „sieht“ deine Taille.

Einordnung: die Klassen des American Council on Exercise

Klasse (ACE)FrauenMänner
Essenzielles Fett10–13 %2–5 %
Sportlich14–20 %6–13 %
Fit21–24 %14–17 %
Durchschnitt25–31 %18–24 %
Erhöhtab 32 %ab 25 %

Frauen haben von Natur aus einen höheren Anteil – das essenzielle Fett für Hormone und Fruchtbarkeit ist keine Reserve, sondern lebensnotwendig. Ein Wert im Bereich „Durchschnitt“ ist genau das: durchschnittlich, nicht ungesund.

Fürsorge-Hinweis: Sehr niedrige Körperfettanteile sind kein Ziel, sondern ein Risiko – bei Frauen unter etwa 15 Prozent kann die Regel ausbleiben, bei allen leiden Immunsystem und Konzentration. Die Formel ist für Erwachsene entwickelt; bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum liefert sie keine belastbaren Werte. Unter 18 Jahren rechnet der Rechner deshalb weder Wert noch Klasse aus, sondern verweist auf die Referenzkurven für Kinder und Jugendliche und auf die Kinderärztin oder den Kinderarzt. Schwangere sollten den Rechner nicht nutzen.

Was Familien damit anfangen können

Für Erwachsene ist der Körperfettanteil eine gute Verlaufsgröße neben der Waage: Wer Kraftsport beginnt, sieht oft wochenlang dasselbe Gewicht, während der Fettanteil sinkt. Für Kinder bitte nicht messen – ein Maßband um die Kindertaille sendet die falsche Botschaft. Hier zählen Bewegung, Schlaf und gemeinsames Essen.

Vier Tipps für ein verlässliches Ergebnis

  1. Gleiche Bedingungen: Immer morgens, nüchtern, dasselbe Maßband, derselbe Ort am Körper.
  2. Alle vier Wochen: Häufigeres Messen zeigt nur Messrauschen, nicht deine Entwicklung.
  3. Beide Formeln vergleichen: Wenn Navy und Deurenberg nah beieinander liegen, kannst du dem Wert vertrauen.
  4. Fortschritt an der Taille: Ein sinkender Taillenumfang bei stabilem Gewicht heißt: Fett weg, Muskeln da.

❓ Häufige Fragen

Wie kann ich meinen Körperfettanteil ohne Waage berechnen?

Mit der US-Navy-Formel: Du misst Hals- und Taillenumfang (Frauen zusätzlich die Hüfte) sowie deine Körpergröße. Aus diesen Umfängen schätzt die Formel den Fettanteil mit einer Genauigkeit von etwa ±3 bis 4 Prozentpunkten. Unser Rechner erledigt die Logarithmus-Rechnung für dich und zeigt zum Vergleich die Deurenberg-Schätzung aus BMI und Alter.

Welcher Körperfettanteil ist normal?

Nach den Klassen des American Council on Exercise liegt der Durchschnitt bei Frauen zwischen 25 und 31 Prozent, bei Männern zwischen 18 und 24 Prozent. Als fit gelten 21 bis 24 Prozent (Frauen) beziehungsweise 14 bis 17 Prozent (Männer). Frauen haben von Natur aus mehr Körperfett – das ist hormonell notwendig, kein Makel.

Wie genau ist die US-Navy-Formel?

In Vergleichsstudien mit Unterwasserwiegen oder DEXA-Scans weicht sie im Mittel um 3 bis 4 Prozentpunkte ab – ähnlich gut wie viele Körperfettwaagen und deutlich besser als reine BMI-Schätzungen. Entscheidend ist sauberes Messen: Band waagerecht, nicht einschnüren, normal ausatmen. Für Trends über Monate ist die Methode sehr gut geeignet.

Warum zeigen Navy-Formel und Deurenberg-Formel unterschiedliche Werte?

Weil sie unterschiedliche Dinge messen. Die Navy-Formel nutzt deine Umfänge und erkennt damit, ob du eine schmale Taille hast. Die Deurenberg-Formel rechnet nur mit BMI und Alter und kann Muskeln nicht von Fett unterscheiden – bei sportlichen Menschen liegt sie deshalb oft zu hoch. Unterschiede von 3 bis 5 Punkten sind normal.

Wo messe ich den Taillenumfang richtig?

Männer messen auf Höhe des Bauchnabels, Frauen an der schmalsten Stelle zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm. Das Maßband liegt waagerecht an, ohne einzuschnüren; du atmest normal aus und ziehst den Bauch nicht ein. Am besten morgens vor dem Frühstück, zweimal messen und den Mittelwert nehmen.

Ist ein niedriger Körperfettanteil immer besser?

Nein. Ein gewisser Fettanteil ist lebensnotwendig: Er polstert Organe, speichert Vitamine und produziert Hormone. Frauen unter etwa 15 Prozent riskieren Zyklusstörungen, Männer unter 6 Prozent Leistungseinbrüche und Infektanfälligkeit. Ein Wert im Bereich „fit“ oder „Durchschnitt“ ist gesund und deutlich leichter zu halten als Wettkampfwerte.

Kann ich den Körperfettanteil meines Kindes berechnen?

Nein, bewusst nicht. Die US-Navy- und die Deurenberg-Formel sind an Erwachsenen geeicht und liefern im Wachstum keine belastbaren Werte; außerdem passen die Erwachsenen-Klassen nicht. Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Referenzkurven nach Alter und Geschlecht. Gibst du ein Alter unter 18 ein, zeigt unser Rechner deshalb statt einer Zahl einen Hinweis darauf – die Einordnung gehört in die Vorsorge bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

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📅 Stand: 19. September 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber BeealthFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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