BMI
Der Body-Mass-Index (BMI) beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße – er ist der bekannteste Orientierungswert dafür, ob ein Gewicht im gesunden Bereich liegt. Die Formel: Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Wer 1,70 m groß ist und 68 kg wiegt, rechnet 68 ÷ (1,7 × 1,7) und landet bei einem BMI von etwa 23,5.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Erwachsene so ein: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht, ab 30 Adipositas. Diese Grenzen gelten für Frauen und Männer gleichermaßen und stammen aus großen Bevölkerungsstudien: Ab einem BMI von 25 steigt das Risiko für Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Gelenkbeschwerden im Durchschnitt an.
Der BMI hat aber klare Grenzen. Er unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett: Ein trainierter Handballer kann einen BMI von 27 haben und dabei sehr schlank sein. Bei Menschen über 65 gilt ein leicht höherer Wert oft als unbedenklich, bei Schwangeren ist der BMI nicht anwendbar. Und er sagt nichts darüber, wo das Fett sitzt – dabei ist Bauchfett für die Gesundheit entscheidender als Fett an Hüfte und Beinen. Deshalb lohnt sich ergänzend das Verhältnis von Taille zu Körpergröße (WHtR).
Für Kinder und Jugendliche gelten die Erwachsenen-Grenzen nicht. Weil sich Körperbau und Fettanteil im Wachstum ständig verändern, wird ihr BMI mit Perzentilen-Kurven für Alter und Geschlecht verglichen – eine Perzentile sagt, wie viel Prozent der Gleichaltrigen einen niedrigeren Wert haben. In Deutschland gilt ein BMI über der 90. Perzentile als Übergewicht, über der 97. als Adipositas – das beurteilt am besten die Kinderärztin beim Vorsorgetermin.
Unser Tipp: Nimm den BMI als ersten Anhaltspunkt, nicht als Urteil. Wie du dich fühlst, wie fit du bist und wie dein Bauchumfang aussieht, sagen mindestens genauso viel.
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