Für Familien & Kinder

Bewegungs-Rechner

Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahren sollten sich laut WHO im Schnitt mindestens 60 Minuten am Tag so bewegen, dass sie außer Atem kommen – zusammen 420 Minuten pro Woche. Kinder von 3 bis 4 Jahren brauchen 180 Minuten Bewegung jeder Art am Tag, Erwachsene mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche.

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  • Quelle: WHO 2020
  • Stand: 7. Oktober 2026

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60 Minim Schnitt am Tag für Kinder und Jugendliche
150 Minpro Woche moderat für Erwachsene
7 Tageeintragen – Ring füllt sich

Bewegungsziele und Beispielwochen

Die WHO-Ziele nach Alter und drei Beispielwochen, wie der Rechner sie einordnet.

WHO-Bewegungsziele nach Alter
AlterZielpro WocheDazu laut WHO
3–4 Jahre180 Minuten Bewegung am Tag – jede Art zählt1.260 Min.davon mindestens 60 Minuten schwungvoll; Bildschirm höchstens 1 Stunde am Tag
5–17 Jahre60 Minuten am Tag, bei denen du außer Atem kommst420 Min.im Wochenschnitt; an 3 Tagen intensiv, mit Übungen für Muskeln und Knochen
ab 18 Jahren150 Minuten pro Woche moderat – oder 75 intensiv150 Min.oder 75–150 Min. intensiv; an 2 Tagen Kräftigung, ab 65 zusätzlich Gleichgewicht an 3 Tagen

1- bis 2-Jährige: mindestens 180 Minuten Bewegung jeder Intensität am Tag (WHO 2019) – der Rechner beginnt bei 3 Jahren.

Drei Beispielwochen gegen das WHO-Ziel
BeispielBewegtWochenzielErreichtEinordnung
Kind, 8 Jahre – aktive Woche450 Min.420 Min.100 %Ziel erreicht
Kind, 8 Jahre – ruhige Woche200 Min.420 Min.48 %Ein Anfang ist gemacht · noch 220 Min.
Erwachsene, 35 Jahre150 Min.150 Min.100 %Ziel erreicht

Jede Minute zählt gleich; Erwachsene dürfen intensive Minuten doppelt eintragen. Berechnet mit demselben Programmcode wie der Rechner.

Bewegungsminuten: Mo 60 Minuten; Di 45 Minuten; Mi 75 Minuten; Do 60 Minuten; Fr 50 Minuten; Sa 90 Minuten; So 70 Minuten. Tagesziel 60 Minuten, zusammen 450 von 420 Minuten.Mo60 Min.Di45 Min.Mi75 Min.Do60 Min.Fr50 Min.Sa90 Min.So70 Min.Tagesziel 60 Min.
Die Wochensumme zählt: 450 Minuten in dieser Woche, das Ziel sind 420. Die gestrichelte Linie markiert die 60 Minuten pro Tag; kürzere Tage gleichen andere aus.

So rechnen wir

Wochenziel
3–4 Jahre 7 × 180 = 1.260 Min. · 5–17 Jahre 7 × 60 = 420 Min. · ab 18 Jahren 150 Min.
Prozent
Summe der 7 Tage ÷ Wochenziel × 100 (höchstens 100 %)
Ampel
ab 100 % grün · 50 bis 99 % gelb · darunter: ein Anfang ist gemacht
Beispiel
aktive Woche eines 8-jährigen Kindes: 450 Min. ÷ 420 = 100 %

Alle Zahlen auf dieser Seite – Tabellen, Diagramm und Beispiele – rechnet derselbe Programmcode wie der Rechner oben. So stimmen Text und Ergebnis immer überein.

Grenzen: für wen der Wert nicht gilt

Hintergrund: ausführlich erklärt

Bewegung ist die beste Medizin, die es gibt – und die, die am häufigsten vergessen wird. Die Weltgesundheitsorganisation hat 2020 ihre Empfehlungen neu gefasst: Kinder und Jugendliche sollen sich im Schnitt 60 Minuten am Tag bewegen, Erwachsene 150 Minuten pro Woche moderat. Unser Bewegungs-Rechner macht daraus etwas Greifbares: Du trägst die Minuten der letzten sieben Tage ein, der Ring füllt sich, eine Ampel zeigt, wo ihr steht – und wenn Minuten fehlen, bekommst du Ideen, die in euren Alltag passen. Kein Vorwurf, sondern ein Wochenblick.

Was die WHO empfiehlt

Die Ziele je Alter stehen oben in der Tabelle – bei Kindern und Jugendlichen als Durchschnitt über die Woche: Ein kurzer Tag wird durch einen bewegten ausgeglichen.

Der Rechner beginnt mit 3 Jahren und zählt das Alter in vollendeten Jahren: Mit 4½ Jahren gilt noch das Ziel von 180 Minuten am Tag (jede Art von Bewegung zählt), ab dem 5. Geburtstag das von 60 Minuten.

„Moderat“ heißt: Du kannst dabei reden, aber nicht singen – zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen, Tanzen. „Intensiv“ heißt: Reden wird schwer – Joggen, Fußball, Seilspringen, Toben. Bei Kindern zählt jede Minute, in der sie außer Atem kommen: Fangen spielen ist Sport.

So rechnet der Rechner

Ein Beispiel: Ein 9-jähriges Kind trägt 300 Minuten ein. Sein Wochenziel sind 7 × 60 = 420 Minuten, erreicht sind also 71 Prozent – Ampel gelb, es fehlen 120 Minuten, zum Beispiel viermal 30 Minuten Radfahren zur Schule.

ab 100 %Grün: Ziel erreicht! Mehr ist gut, aber nicht nötig – Vielfalt zählt jetzt mehr als Minuten.
50 bis 99 %Gelb: Auf gutem Weg. Die fehlenden Minuten sind meist mit einer Gewohnheit zu schließen – Schulweg, Spielplatz, Tanzen im Wohnzimmer.
unter 50 %Orange: Ein Anfang ist gemacht. Jede zusätzliche Viertelstunde bringt gesundheitlich mehr als jede weitere bei denen, die schon viel machen.

Wichtig: Der Rechner zählt jede eingetragene Minute gleich. Für Erwachsene gilt laut WHO: Intensive Minuten zählen doppelt – 75 Minuten Joggen entsprechen 150 Minuten zügigem Gehen. Trag intensive Minuten deshalb einfach doppelt ein.

Warum 60 Minuten für Kinder?

Bewegung im Kindesalter baut Knochen auf, die ein Leben lang tragen, trainiert Koordination und Gleichgewicht, fördert Konzentration und Schlaf und schützt vor Übergewicht. In Deutschland erreichen laut Robert Koch-Institut nur etwa ein Viertel der Kinder und Jugendlichen die WHO-Empfehlung – Mädchen seltener als Jungen, und mit dem Alter sinkt der Anteil. Die gute Nachricht: Die 60 Minuten müssen nicht am Stück sein. Schulweg zu Fuß (15 Minuten), Pausenhof (20 Minuten), Spielplatz oder Verein am Nachmittag (30 Minuten) – und das Ziel ist erreicht, ohne dass es „Sport“ heißt.

Ideen für die fehlenden Minuten

Der Rechner schlägt zu jeder Lücke bis zu vier passende Ideen vor – abgestimmt auf Alter und Größe der Lücke: Kleine Lücken füllt er mit kleinen Schritten, große mit längeren Blöcken; Kinder bekommen Spiel-Ideen, Erwachsene Alltags-Ideen. Ein Auszug: Rad statt Auto zur Schule oder Arbeit (20 Minuten, die größte Reserve im Alltag der meisten Familien), zu drei Lieblingsliedern tanzen (10 Minuten), Spaziergang nach dem Abendessen (20 Minuten, auch gut für den Blutzucker), Seilspringen oder Trampolin (10 Minuten, intensiv und knochenstark), eine Runde auf dem Spielplatz (30 Minuten), Treppe statt Aufzug, gemeinsam schwimmen gehen (45 Minuten) und für Erwachsene zügig zu Fuß einkaufen oder eine Stunde im Garten.

Fürsorge-Hinweis: Der Rechner misst Minuten, nicht Wert. Ein Kind mit orangem Ring ist kein faules Kind, sondern eins, dessen Woche vielleicht wenig Gelegenheit bot. Sucht gemeinsam nach Gelegenheiten statt nach Schuld. Bei chronischen Erkrankungen, Asthma oder nach Verletzungen gilt der Rat der Kinderärztin oder des Kinderarztes vor der Tabelle.

Was Familien damit anfangen können

Am besten funktioniert der Rechner als Wochenritual am Sonntag: Jeder trägt seine Woche ein, alle Ringe nebeneinander, und dann wird gemeinsam geplant, wo nächste Woche Minuten herkommen. Kinder lieben es, den Ring voll zu machen – und Eltern merken oft, dass ihr eigener Ring die meiste Aufmerksamkeit braucht. Bewegung, die Eltern vorleben, ist die einzige, die Kinder wirklich übernehmen.

Vier Tipps für mehr Bewegung als Familie

  1. Wege statt Trainings: Alle Wege unter 2 km zu Fuß oder mit dem Rad – das ist für die meisten Familien die größte Reserve.
  2. Bildschirm gegen Bewegung tauschen: Nicht verbieten, sondern koppeln: Nach 30 Minuten draußen gibt es 30 Minuten Bildschirm.
  3. Verein oder AG: Ein fester Termin pro Woche bringt Minuten, Freunde und einen Trainer, der etwas beibringt.
  4. Eltern zuerst: Kinder bewegen sich so viel wie ihre Eltern. Der eigene Ring ist der wichtigste.

Häufige Fragen

Wie viel Bewegung brauchen Kinder pro Tag?

Die WHO empfiehlt für 5- bis 17-Jährige im Wochenschnitt mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Bewegung am Tag, an drei Tagen pro Woche davon intensiv mit Übungen, die Muskeln und Knochen stärken – Klettern, Springen, Toben. Kleinkinder von 1 bis 4 Jahren sollen sich 180 Minuten am Tag bewegen. Die Minuten dürfen über den Tag verteilt sein.

Wie viel Bewegung brauchen Erwachsene?

150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche – zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen – oder 75 bis 150 Minuten intensive Bewegung wie Joggen. Dazu zweimal pro Woche Kräftigung der großen Muskelgruppen. Ab 65 Jahren kommen dreimal wöchentlich Gleichgewichtsübungen hinzu. Intensive Minuten zählen doppelt – trag sie in unserem Rechner einfach doppelt ein.

Was zählt als moderate Bewegung?

Alles, bei dem du noch reden, aber nicht mehr singen kannst: zügiges Gehen, lockeres Radfahren, Schwimmen, Tanzen, Gartenarbeit, Treppensteigen. Bei Kindern zählt jedes Spiel, bei dem sie außer Atem kommen – Fangen, Fußball, Klettergerüst. Intensiv wird es, wenn Reden schwerfällt: Joggen, Seilspringen, wildes Toben.

Müssen die 60 Minuten am Stück sein?

Nein. Die WHO betont ausdrücklich, dass die Minuten über den Tag verteilt sein dürfen. Für Kinder ist das die Regel: 15 Minuten Schulweg, 20 Minuten Pausenhof, 25 Minuten Spielplatz – fertig. Auch bei Erwachsenen zählen dreimal 10 Minuten zügiges Gehen genauso wie 30 Minuten am Stück.

Wie viele Kinder in Deutschland erreichen das Bewegungsziel?

Nach Daten des Robert Koch-Instituts nur etwa ein Viertel der Kinder und Jugendlichen – Mädchen seltener als Jungen, und mit steigendem Alter immer weniger. Die größten Reserven liegen im Alltag: Schulwege, die mit dem Auto gefahren werden, und Nachmittage vor dem Bildschirm. Genau dort setzt der Rechner mit seinen Ideen an.

Zählt Bewegung auch zum Abnehmen?

Ja, aber vor allem als Gesundheitsfaktor: Bewegung verbessert Blutzucker, Blutdruck, Schlaf und Stimmung und erhält Muskeln – unabhängig davon, ob die Waage sich bewegt. Für Kinder ist Bewegung wichtiger als jede Diät: Sie wachsen in ein gesundes Gewicht hinein, wenn sie aktiv sind. Zum Abnehmen allein reicht Bewegung selten; die Ernährung entscheidet mit.

Quellen

  1. WHO (2020): WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour, Genf.
  2. Bull FC et al. (2020): World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. British Journal of Sports Medicine 54: 1451–1462.
  3. WHO (2019): Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age, Genf.
  4. Rütten A, Pfeifer K (Hrsg.) (2016): Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. FAU Erlangen-Nürnberg.
  5. Finger JD, Varnaccia G, Borrmann A, Lange C, Mensink GBM (2018): Körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health Monitoring 3(1), Robert Koch-Institut.

Ausgewertet von der Beealth-Redaktion, Stand 7. Oktober 2026. Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.

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