Für Familien & Kinder

5-am-Tag-Zähler

„5 am Tag“ heißt: mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag, bewährt sind 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst; eine Portion ist eine Handvoll der eigenen Hand. Für 7- bis 9-Jährige sind das zusammen rund 440 g am Tag, für Erwachsene etwa 650 g. Kinderhände sind kleiner – deshalb sind auch Kinderportionen kleiner.

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  • Quelle: DGE 2024, FKE optimiX
  • Stand: 7. Oktober 2026

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3 + 2Portionen Gemüse + Obst
1 Hand= eine Portion, bei Kindern die Kinderhand
4 Stickervom ersten Biss bis zum vollen Tag

Mengen nach Alter und Sticker-Stufen

Wie viel Gemüse und Obst fünf Portionen je Alter ergeben – und was der Zähler bei jeder Portion sagt.

5–6 J.: Gemüse 200 g, Obst 200 g, eine Portion rund 80 g; 7–9 J.: Gemüse 220 g, Obst 220 g, eine Portion rund 88 g; 10–12 J.: Gemüse 250 g, Obst 250 g, eine Portion rund 100 g; 13–14 J.: Gemüse 260 g, Obst 260 g, eine Portion rund 104 g; 15–18 J.: Gemüse 300 g, Obst 300 g, eine Portion rund 120 g; ab 19 J.: Gemüse 400 g, Obst 250 g, eine Portion rund 130 g.GemüseObst5–6 J.400 g200 g200 g7–9 J.440 g220 g220 g10–12 J.500 g250 g250 g13–14 J.520 g260 g260 g15–18 J.600 g300 g300 gab 19 J.650 g400 g250 g
Mit dem Alter wachsen die Portionen – die Zahl bleibt fünf. Erwachsene essen vor allem mehr Gemüse.
So reagiert der Zähler: Sticker und Vorschläge
PortionenStickerVorschlag
0 von 5„Los geht's!“Obst ins Frühstück, Rohkost zur Brotzeit, Gemüse ins Abendessen – so wird die Fünf voll.
1 von 5„Gut dabei!“Obst ins Frühstück, Rohkost zur Brotzeit, Gemüse ins Abendessen – so wird die Fünf voll.
2 von 5„Gut dabei!“Obst ins Frühstück, Rohkost zur Brotzeit, Gemüse ins Abendessen – so wird die Fünf voll.
3 von 5„Fast voll!“Noch zwei Portionen: Gemüsesticks mit Dip zum Abendbrot und eine Banane ins Müsli.
4 von 5„Fast voll!“Noch eine Portion: ein Apfel oder eine Handvoll Beeren am Nachmittag – und die Fünf ist voll.
5 von 5„Alle fünf – stark!“Alle fünf Portionen sind drin – so darf jeder Tag aussehen.

Der Zähler lobt statt zu bewerten – ein schwacher Tag ist ein Tag, die Woche zählt.

So rechnen wir

Portionen
3 Gemüse + 2 Obst = 5 am Tag (DGE 2024: mindestens 5 Portionen)
Portionsgröße
eine Handvoll der eigenen Hand; Salat und Blattgemüse zwei Hände
Gramm je Portion
(Gemüse + Obst am Tag) ÷ 5
Beispiel
8 Jahre: (220 g + 220 g) ÷ 5 = rund 88 g je Portion

Alle Zahlen auf dieser Seite – Tabellen, Diagramm und Beispiele – rechnet derselbe Programmcode wie der Rechner oben. So stimmen Text und Ergebnis immer überein.

Grenzen: für wen der Wert nicht gilt

Hintergrund: ausführlich erklärt

„5 am Tag“ ist die einfachste Ernährungsregel der Welt – und eine der am besten belegten: Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Krebsarten und Übergewicht messbar. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag; bewährt ist die Aufteilung aus ihren früheren Regeln: drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Und das Schöne: Das Maß hast du immer dabei. Eine Portion ist eine Hand voll – bei Kindern die Kinderhand, bei Erwachsenen die Erwachsenenhand. Unser 5-am-Tag-Zähler macht daraus ein Familienspiel: Portionen eintragen, Tages-Score sehen, Sticker bekommen.

So funktioniert der Zähler

Eine Portion ist eine Hand voll, bei Salat und Blattgemüse zwei Hände, weil sie so leicht sind. Das Tagesziel sind fünf Portionen: drei Hände Gemüse und zwei Hände Obst. Ein Beispiel: Ein 6-jähriges Kind hat heute eine Kinderhand Apfelschnitze, eine Hand Gurkensticks und eine Hand Erbsen im Nudelgericht gegessen – 3 von 5 Portionen; es fehlen noch zwei Hände, zum Beispiel Paprika zum Abendbrot und eine Banane.

Das Handmaß hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Gramm-Angaben: Es wächst mit dem Kind. Eine Kinderhand fasst weniger als eine Erwachsenenhand – genau so sind die Tagesmengen gestaffelt, mit denen unser Zähler rechnet (DGE, Forschungsinstitut für Kinderernährung FKE):

AlterGemüse am TagObst am Tag≈ je Portion (eine Hand voll)
5–6 Jahre200 g200 g80 g
7–9 Jahre220 g220 g88 g
10–12 Jahre250 g250 g100 g
13–14 Jahre260 g260 g104 g
15–18 Jahre300 g300 g120 g
ab 19 Jahren400 g250 g130 g

Die Portion ist ein Mittelwert: fünf Hände verteilen die Tagesmenge. Das Alter zählt in vollendeten Jahren – mit 6½ gilt noch die Zeile für 5- und 6-Jährige.

Was zählt – und was zählt wie viel?

Das zählt als PortionBeispiele
Frisches Gemüse, roh oder gekochtMöhre, Paprika, Brokkoli, Tomate, Gurke, Kohlrabi
Salat und Blattgemüse (2 Hände)Feldsalat, Spinat, Kopfsalat
Tiefkühlgemüse ohne ZusätzeErbsen, Spinat, Gemüsemischung
Frisches ObstApfel, Banane, Beeren, Orange, Melone, Kiwi
Trockenobst (kleine Hand)Rosinen, Aprikosen, Datteln – wegen des Zuckers nur kleine Menge

Eigene Gruppe: Hülsenfrüchte und Nüsse führt die DGE seit 2024 getrennt – Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen mindestens einmal pro Woche, Nüsse oder Samen eine kleine Handvoll (etwa 25 g) am Tag. Sie sind wertvoll, zählen aber nicht zu den fünf Portionen. Nicht mitgezählt werden auch Saft und Smoothies – die DGE führt Saft seit 2024 getrennt und nur in kleinen Mengen –, Kartoffeln (sie gehören zu den Sättigungsbeilagen), Fruchtjoghurt, Gummibärchen mit „Fruchtsaft“ und Ketchup. Zähl sie beim Eintragen einfach nicht mit.

Sticker-Feedback: Loben statt Bewerten

Der Zähler bewertet nicht, er feiert. Jeder Stand hat seinen Sticker: „Los geht's!“ bei null, „Gut dabei!“ bei ein oder zwei Portionen, „Fast voll!“ bei drei oder vier und „Alle fünf – stark!“, wenn der Tag voll ist. Dazu schlägt der Zähler vor, womit der Tag voll wird – fehlt noch eine Portion, zum Beispiel ein Apfel oder eine Handvoll Beeren am Nachmittag. Tadel gibt es nie: Ein schlechter Tag ist ein Tag; die Woche zählt. Und bunt ist das schönste Ziel, denn jede Farbe steht für andere Pflanzenstoffe. Das ist bewusst so gebaut, weil Druck beim Essen das Gegenteil bewirkt: Kinder, die zum Gemüse gezwungen werden, essen später weniger davon.

Was Familien damit anfangen können

Am schönsten funktioniert der Zähler als Abendritual: Beim Abendessen zählt jeder seine Hände des Tages – Kinder lieben es, die Eltern zu überholen. Er hilft auch beim Einkaufen: Wer weiß, dass fünf Hände pro Person und Tag gebraucht werden, packt automatisch mehr Gemüse in den Wagen. Und er zeigt Eltern, wie viel bereits im Alltag steckt: Die Erbsen in der Nudelsoße, das Apfelstück in der Brotdose, die Tomate auf dem Brot – alles zählt.

Fürsorge-Hinweis: Kinder essen an manchen Tagen zwei Portionen und an anderen sieben – das ist normal. Zwinge nie, aber biete immer an: Es braucht oft acht bis fünfzehn Kontakte, bis ein Kind ein neues Gemüse mag. Der Sticker feiert jede Portion, nicht den leeren Teller. Bei Allergien, Fruktoseunverträglichkeit oder Kau- und Schluckproblemen gilt der Rat der Kinderärztin oder des Kinderarztes.

Fünf Tipps, damit der Tag voll wird

  1. Zu jeder Mahlzeit eine Hand: Frühstück Obst, Mittag Gemüse, Nachmittag Obst, Abendbrot Rohkost – schon sind es vier, ohne nachzudenken.
  2. Rohkost sichtbar hinstellen: Ein Teller mit Gurken, Möhren und Paprika auf dem Tisch verschwindet von selbst – vor allem, wenn Kinder hungrig sind.
  3. Verstecken erlaubt, aber ehrlich: Geriebene Möhre in der Bolognese zählt. Sag den Kindern trotzdem, was drin ist – so lernen sie es mögen.
  4. Kinder schneiden lassen: Was Kinder selbst geschnitten oder angerichtet haben, essen sie viel lieber. Ein Kindermesser reicht.
  5. Bunt statt viel: Fünf Farben am Tag sind ein schöneres Ziel als fünf Portionen – und ergeben meist dasselbe.

Häufige Fragen

Wie groß ist eine Portion Obst oder Gemüse für Kinder?

Eine Hand voll – die Hand des Kindes. Bei 5- und 6-Jährigen sind das rund 80 g, bei 10- bis 12-Jährigen rund 100 g, bei 15- bis 18-Jährigen rund 120 g und bei Erwachsenen rund 130 g – so rechnet unser Zähler, nach den Tagesmengen von DGE und FKE. Für Salat und Blattgemüse gelten zwei Hände, weil sie so leicht sind. Das Handmaß wächst mit dem Kind und ersetzt jede Waage – deshalb rechnet unser Zähler damit.

Was bedeutet 5 am Tag genau?

Mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag – so empfiehlt es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Bewährt ist die Aufteilung aus ihren früheren Regeln: drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst, für Erwachsene etwa 400 g Gemüse und 250 g Obst. Hülsenfrüchte und Nüsse sind seit den DGE-Empfehlungen von 2024 eine eigene Gruppe, die zusätzlich auf den Tisch gehört, und Saft zählt nicht als Portion.

Zählt Saft als Portion Obst?

Nein. Die DGE-Empfehlungen von 2024 führen Saft getrennt von den fünf Portionen und nur in kleinen Mengen. Saft enthält den Zucker des Obstes ohne die sättigenden Ballaststoffe – ein Glas Apfelsaft (200 ml) bringt rund 20 g Zucker. Ganzes Obst ist deshalb immer die bessere Wahl. Smoothies gelten wie Saft; Fruchtjoghurt, Fruchtgummi oder Ketchup zählen gar nicht.

Zählen Kartoffeln als Gemüse?

Nein. Kartoffeln gehören ernährungsphysiologisch zu den Sättigungsbeilagen wie Nudeln, Reis und Brot, weil sie vor allem Stärke liefern. Sie sind gesund, zählen aber nicht zu den fünf Portionen. Süßkartoffeln, Kürbis, Möhren und Rote Bete dagegen zählen als Gemüse. Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen führt die DGE seit 2024 als eigene Gruppe – mindestens eine Portion pro Woche.

Mein Kind isst kaum Gemüse – was tun?

Anbieten, nicht zwingen. Kinder brauchen oft acht bis fünfzehn Kontakte mit einem Lebensmittel, bis sie es mögen – und jeder Kontakt zählt, auch das Anfassen und Riechen. Rohkost sichtbar hinstellen, Kinder beim Schneiden und Kochen mitmachen lassen, selbst mit Genuss Gemüse essen. Der Zähler feiert jede Portion, nicht den leeren Teller.

Ist Tiefkühlgemüse genauso gut wie frisches?

Ja, oft sogar besser. Tiefkühlgemüse wird direkt nach der Ernte schockgefroren und behält Vitamine, während frisches Gemüse auf dem Transport und im Kühlschrank welche verliert. Erbsen, Spinat, Brokkoli oder Gemüsemischungen ohne Sahne oder Zusätze zählen voll als Portion. Konservengemüse zählt auch, sollte aber ohne Zuckerzusatz sein.

Quellen

  1. DGE (2024): Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen (lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen für Deutschland), Bonn.
  2. DGE (2017): Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE, Bonn („5 am Tag“: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst).
  3. Kersting M, Kalhoff H, Lücke T (2017): Von Nährstoffen zu Lebensmitteln und Mahlzeiten: das Konzept der Optimierten Mischkost für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Aktuelle Ernährungsmedizin 42.
  4. WHO/FAO (2003): Diet, nutrition and the prevention of chronic diseases. WHO Technical Report Series 916, Genf.

Ausgewertet von der Beealth-Redaktion, Stand 7. Oktober 2026. Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.

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