Für Erwachsene (ab 18)

Abnehm-Prognose

Mit 500 kcal Defizit am Tag verlierst du anfangs etwa 0,5 kg pro Woche, später weniger, weil dein Umsatz mit dem Gewicht sinkt. Ein 40-jähriger Mann mit 180 cm, moderat aktiv, braucht von 85 auf 75 kg so rund 24 Wochen. Mehr als 1 kg pro Woche rechnet die Prognose nie, und unter 18 Jahren zeigt sie keine Kurve.

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  • Quelle: Mifflin-St Jeor 1990, Hall et al. 2011
  • Stand: 7. Oktober 2026

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7.000 kcalje kg – gerundete Faustregel
0,5–1 kgpro Woche – das sichere Tempo
−5 % / −10 %Meilensteine mit Datum

Abnehm-Kurve und Tabellen zum Beispiel

Ein durchgerechnetes Beispiel: die Kurve für zwei Defizite, der Verlauf Woche für Woche und die Dauer je nach Defizit.

Mann, 40 Jahre, 180 cm, moderat aktiv, Start 85 kg, Ziel 75 kg. Mit 500 kcal Defizit: Ziel nach 24 Wochen, minus 5 Prozent (80,8 kg) in Woche 10, minus 10 Prozent (76,5 kg) in Woche 20. Mit 300 kcal Defizit: Ziel nach 47 Wochen.500 kcal Defizit300 kcal Defizit74767880828486012243648Wochen−5 %−10 %
Die Kurve wird flacher: Mit 500 kcal Defizit ist das Ziel nach 24 Wochen erreicht, mit 300 kcal nach 47 Wochen – langsamer, aber oft leichter durchzuhalten.
Prognose Woche für Woche: Mann, 40 Jahre, 180 cm, 85 → 75 kg, 500 kcal Defizit
WocheGewichtGesamtumsatzTagesmengeDefizit am Tag
Woche 085,0 kg2.759 kcal2.259 kcal500 kcal
Woche 483,0 kg2.736 kcal2.259 kcal477 kcal
Woche 881,2 kg2.708 kcal2.259 kcal449 kcal
Woche 1279,5 kg2.680 kcal2.259 kcal421 kcal
Woche 1677,9 kg2.655 kcal2.259 kcal396 kcal
Woche 2076,3 kg2.630 kcal2.259 kcal371 kcal
Woche 2475,0 kg2.609 kcal2.259 kcal350 kcal

Die Tagesmenge bleibt gleich; weil der Umsatz mit dem Gewicht sinkt, schrumpft das Defizit – die Kurve wird flacher.

Wie lange dauert es? Dasselbe Ziel mit verschiedenen Defiziten
Defizit am TagBis 75 kgTempo 1. WocheTempo zuletzt
300 kcal47 Wochen0,30 kg0,15 kg
500 kcal24 Wochen0,50 kg0,35 kg
750 kcal15 Wochen0,75 kg0,61 kg
1.000 kcal11 Wochen1,00 kg0,87 kg

Mehr als 1 kg pro Woche rechnet die Prognose nicht. Wir empfehlen 300 bis 500 kcal – das schont Muskeln und Laune.

So rechnen wir

Tagesmenge
Gesamtumsatz zu Beginn (Mifflin-St Jeor × PAL) − Defizit, nie unter der Untergrenze – bleibt dann gleich
Je Woche
Gesamtumsatz mit dem neuen Gewicht neu rechnen; Verlust = (Umsatz − Tagesmenge) × 7 ÷ 7.000 kcal je kg (gerundete Faustregel)
Schutz
höchstens 1 kg pro Woche, Ziel-BMI mindestens 18,5, Horizont 5 Jahre
Beispiel
85 kg, Umsatz 2.759 kcal, Tagesmenge 2.259 kcal → erste Woche −0,5 kg, Ziel nach 24 Wochen

Alle Zahlen auf dieser Seite – Tabellen, Diagramm und Beispiele – rechnet derselbe Programmcode wie der Rechner oben. So stimmen Text und Ergebnis immer überein.

Grenzen: für wen der Wert nicht gilt

Hintergrund: ausführlich erklärt

„Wann bin ich am Ziel?“ ist die Frage, die jeden Abnehmweg begleitet – und die von den meisten Rechnern zu optimistisch beantwortet wird. Unsere Abnehm-Prognose rechnet ehrlich: Sie berechnet deinen Energieumsatz jede Woche neu, weil ein leichterer Körper weniger verbraucht, hält dein Tempo im sicheren Bereich und zeigt dir Meilensteine mit einem Datum, das du dir in den Kalender schreiben kannst. Das Ergebnis ist eine Kurve, die am Anfang steiler fällt und später flacher wird – so, wie es im echten Leben aussieht.

Ein Beispiel Woche für Woche

Ein Mann, 40 Jahre, 180 cm, moderat aktiv, startet bei 85 kg und will auf 75 kg. Der Gesamtumsatz liegt anfangs bei rund 2.760 kcal; mit 500 kcal Defizit isst er also 2.259 kcal am Tag und verliert in der ersten Woche etwa 0,5 kg. Nach zehn Wochen wiegt er rund 80,3 kg, sein Umsatz ist auf etwa 2.690 kcal gesunken – bei gleicher Tagesmenge beträgt das Defizit nur noch gut 430 kcal. Statt der naiven 20 Wochen dauert der Weg zu 75 kg deshalb 24 Wochen; in der letzten vollen Woche sind es noch 0,35 kg. Die Meilensteine: −5 Prozent (80,8 kg) nach 10 Wochen, −10 Prozent (76,5 kg) nach 20 Wochen.

Die 7.000-kcal-Regel – und ihre Grenzen

Ein Kilogramm Fettgewebe speichert grob 7.000 bis 7.700 kcal. Die Wurzel der Faustregel ist eine Schätzung des Arztes Max Wishnofsky von 1958: 3.500 kcal je Pfund, umgerechnet rund 7.700 kcal je Kilogramm. Im deutschsprachigen Raum ist die gerundete Fassung „7.000 kcal je Kilogramm“ verbreitet – mit ihr rechnet auch unsere Prognose. Für die ersten Wochen ist sie brauchbar, hat aber zwei Haken: Erstens verliert der Körper nicht nur Fett, sondern anfangs auch Wasser und Glykogen – die ersten Kilos purzeln deshalb schneller, als die Regel vorhersagt. Zweitens passt sich der Stoffwechsel an: Bei anhaltendem Defizit sinkt der Verbrauch etwas stärker, als das geringere Gewicht allein erklärt (adaptive Thermogenese). Hall und Kollegen haben 2011 gezeigt, dass jede feste Regel den Gewichtsverlust auf Dauer überschätzt. Unsere Prognose fängt den sinkenden Umsatz über die wöchentliche Neuberechnung ein – sie ist realistischer als eine gerade Linie, aber kein Versprechen.

Sicheres Tempo und Untergrenzen

Die Prognose lässt höchstens 1 kg pro Woche zu und empfiehlt 0,5 kg. Schneller kostet Muskeln, Laune und Schlaf – und erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Gewicht zurückzugewinnen. Dein Tagesziel fällt außerdem nie unter 1.200 kcal (Frauen) beziehungsweise 1.500 kcal (Männer); für Kinder und Jugendliche unter 18 rechnet die Prognose gar nicht. Ist dein Wunschdefizit zu groß, streckt der Rechner den Zeitraum und sagt dir warum. Ein Zielgewicht unter einem BMI von 18,5 akzeptiert er nicht – er hebt es auf die Untergrenze an und erklärt das offen. Liegt dein Ziel so tief, dass deine Tagesmenge dort schon deinen ganzen Umsatz deckt, sagt er dir, wo sich dein Gewicht einpendelt.

Plateaus: warum die Waage manchmal stehen bleibt

Fast jeder Abnehmweg hat Wochen, in denen sich nichts tut. Die häufigsten Gründe: Wassereinlagerungen nach salzigem Essen, Sport (Muskeln speichern Wasser) oder vor der Periode; ein Umsatz, der leiser gesunken ist als gedacht; Portionen, die unbemerkt gewachsen sind. Ein Plateau von zwei bis drei Wochen ist normal und kein Scheitern. Hilfreich: Umsatz neu berechnen, Eiweiß und Schlaf prüfen, eine Woche lang genauer hinschauen – und dann weitermachen. Die Kurve zeigt dir, dass der Trend stimmt, auch wenn die Tageswerte springen.

Fürsorge-Hinweis: Eine Prognose ist ein Plan, kein Vertrag. Wenn du langsamer bist als die Kurve, hast du nichts falsch gemacht. Bei Untergewicht und für Menschen unter 18 Jahren zeigt der Rechner keine Prognose. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist Abnehmen kein Ziel. Und wenn die Zahlen anfangen, deinen Selbstwert zu bestimmen, ist es Zeit für ein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Beratungsstelle.

Was Familien damit anfangen können

Für Erwachsene macht die Prognose Geduld leichter: Wer weiß, dass Woche 12 flacher wird als Woche 2, gibt in Woche 12 nicht auf. Kinder und Jugendliche brauchen keine Prognose – sie wachsen, und bei ihnen ist „Gewicht halten, während die Größe zunimmt“ meist das richtige Ziel. Das gehört in die Hände der Kinderärztin oder des Kinderarztes.

Fünf Tipps, damit die Kurve stimmt

  1. Meilensteine feiern: Schon −5 Prozent verbessern Blutdruck, Blutzucker und Schlaf messbar. Das ist ein echter Erfolg.
  2. Wöchentlich wiegen: Gleicher Tag, gleiche Zeit, nüchtern. Trage den Wert ein und vergleiche nur mit der Vorwoche.
  3. Alle 5 kg neu rechnen: Dein Umsatz sinkt. Ein aktualisiertes Ziel verhindert das große Plateau.
  4. Krafttraining einbauen: Zwei Einheiten pro Woche helfen, beim Abnehmen Muskeln zu erhalten – so ist mehr vom verlorenen Gewicht Fett.
  5. Pausen einplanen: Alle 8 bis 12 Wochen ein bis zwei Wochen auf Erhaltungskalorien – das entlastet Kopf und Stoffwechsel.

Häufige Fragen

Wie schnell kann ich gesund abnehmen?

0,5 bis 1 kg pro Woche gilt als sicher – das entspricht einem täglichen Defizit von etwa 500 bis 1.000 kcal. Für die meisten Menschen ist 0,5 kg pro Woche das bessere Tempo: Es erhält Muskeln, lässt sich ohne Hunger durchhalten und senkt das Risiko, das Gewicht zurückzugewinnen. Schnellere Erfolge sind meist Wasserverlust der ersten Tage.

Wie lange dauert es, 10 kg abzunehmen?

Wenn du bei der Tagesmenge vom Start bleibst, mit 500 kcal Anfangsdefizit je nach Aktivität etwa 23 bis 25 Wochen – nicht die 20 Wochen, die eine einfache Rechnung mit 7.000 kcal je kg ergibt. Der Grund: Mit sinkendem Gewicht sinkt auch dein Energieumsatz, dein Defizit schrumpft also Woche für Woche. Unsere Prognose rechnet das Woche für Woche ein und zeigt dir ein ehrliches Datum.

Stimmt die Regel 7.000 kcal pro Kilo?

Als grobe Faustregel für Fettgewebe ja. Sie geht auf den Arzt Max Wishnofsky zurück, der 1958 rund 3.500 kcal je Pfund schätzte – umgerechnet etwa 7.700 kcal je Kilogramm; 7.000 kcal ist die gerundete Fassung, mit der auch unsere Prognose rechnet. In der Praxis weicht der Verlauf ab: Am Anfang verlierst du zusätzlich Wasser und Glykogen, später sinkt dein Verbrauch mit dem Gewicht. Hall und Kollegen haben 2011 gezeigt, dass jede feste Regel den Verlust auf Dauer überschätzt – deshalb berechnet unsere Prognose den Umsatz jede Woche neu, statt eine gerade Linie zu ziehen.

Warum nehme ich nicht mehr ab, obwohl ich weniger esse?

Meist steckt ein Plateau dahinter: Wassereinlagerungen durch Salz, Sport oder Zyklus, ein Umsatz, der mit dem Gewicht gesunken ist, oder Portionen, die unbemerkt gewachsen sind. Zwei bis drei Wochen Stillstand sind normal. Berechne deinen Umsatz neu, prüfe Eiweiß und Schlaf, und schau auf den Monatstrend statt auf den Tageswert.

Was bedeuten die Meilensteine −5 % und −10 %?

Sie markieren die Punkte, an denen sich gesundheitlich messbar etwas tut. Schon 5 Prozent weniger Gewicht senken Blutdruck und Blutzucker, verbessern Blutfette und Schlafqualität; bei 10 Prozent ist der Effekt deutlich größer. Die Prognose zeigt dir für beide ein Datum – als Zwischenziel, das du feiern kannst, bevor das Endziel erreicht ist.

Kann ich die Prognose auch für mein Kind nutzen?

Nein. Kinder und Jugendliche wachsen; bei ihnen ist das Ziel meist, das Gewicht zu halten, während die Größe zunimmt – so wächst der BMI von selbst in den Normalbereich. Ein Kaloriendefizit gehört in diesem Alter in ärztliche Begleitung. Der Rechner zeigt für Personen unter 18 keine Prognose, sondern verweist auf die Kinderärztin oder den Kinderarzt.

Quellen

  1. Mifflin MD, St Jeor ST, Hill LA, Scott BJ, Daugherty SA, Koh YO (1990): A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals. American Journal of Clinical Nutrition 51(2): 241–247.
  2. Wishnofsky M (1958): Caloric equivalents of gained or lost weight. American Journal of Clinical Nutrition 6(5): 542–546.
  3. Hall KD et al. (2011): Quantification of the effect of energy imbalance on bodyweight. The Lancet 378(9793): 826–837.

Ausgewertet von der Beealth-Redaktion, Stand 7. Oktober 2026. Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.

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