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Übergewicht

Medizinab 13 J.
Übergewicht heißt bei Erwachsenen: BMI zwischen 25 und 29,9. Ob es der Gesundheit schadet, hängt stark vom Bauchumfang ab.

Übergewicht bedeutet, dass mehr Körpergewicht da ist, als für die Körpergröße als gesund gilt – bei Erwachsenen ab einem BMI von 25, ab 30 spricht man von Adipositas. Der BMI ist eine einfache Rechnung aus Gewicht und Größe, mehr nicht: Er weiß weder, wie viele Muskeln du hast, noch wo das Fett sitzt.

Deshalb lohnt ein zweiter Blick. Ein muskulöser Handballer kann einen BMI von 27 haben, ohne ein Gramm zu viel Fett zu tragen. Und ab etwa 65 Jahren gilt ein etwas höherer BMI – bis etwa 27 – oft als unbedenklich, weil kleine Reserven bei Krankheit schützen können. Entscheidend ist eher, ob sich Fett im Bauchraum sammelt: Ein Bauchumfang ab 80 cm bei Frauen und ab 94 cm bei Männern erhöht laut WHO das Risiko für Stoffwechselerkrankungen. Noch einfacher ist die Regel: Bauchumfang kleiner als die halbe Körpergröße.

In Deutschland ist Übergewicht die Regel, nicht die Ausnahme: Laut RKI haben mehr als die Hälfte der Erwachsenen einen BMI von 25 oder mehr. Bei Kindern und Jugendlichen sind es laut KiGGS-Studie rund 15 Prozent – hier zählt aber nie der BMI allein, sondern die Alters-Perzentile, weil sich der Körper im Wachstum ständig verändert.

Was tun? Erst mal nichts überstürzen. Ein leichtes Übergewicht ohne Bauchfett und mit guten Blutwerten braucht keine Diät. Wer etwas ändern möchte, fängt bei den Gewohnheiten an: Wasser statt süßer Getränke, Gemüse zu jeder Mahlzeit, jeden Tag ein Stück gehen, genug Schlaf. Ein Kaloriendefizit von etwa 500 kcal am Tag entspricht rechnerisch rund einem halben Kilo pro Woche; mit 300 kcal geht es langsamer, fühlt sich aber oft leichter an.

Bei Kindern gilt: keine Diät, kein Wiegen vor der Familie, keine Kommentare zum Körper. Kinder wachsen oft einfach „in ihr Gewicht hinein“, wenn die Familie gemeinsam aktiver isst und lebt. Bei Sorgen ist die Kinderarztpraxis die richtige Adresse – sie kennt die Perzentilenkurven.

Wusstest du? Den BMI entwickelte der belgische Astronom und Statistiker Adolphe Quetelet schon in den 1830er-Jahren – als Maß für ganze Bevölkerungen, nicht für einzelne Menschen. Genau deshalb ist er für dich persönlich nur ein grober Anhaltspunkt. Seinen Namen „Body-Mass-Index“ bekam er übrigens erst 1972.
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📅 Stand: 19. September 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber BeealthFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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