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Wachstum

Familieab 5 J.
Kinder wachsen in Schüben und brauchen dafür Energie, Schlaf und Nährstoffe – deshalb gilt beim Gewicht: hineinwachsen statt abnehmen.

Wachstum ist die wichtigste Aufgabe eines Kinderkörpers – und der Grund, warum für Kinder ganz andere Regeln gelten als für Erwachsene. Im ersten Lebensjahr wächst ein Baby rund 25 Zentimeter, im zweiten etwa 12, im dritten etwa 8. Danach geht es bis zur Pubertät mit ungefähr 5 bis 6 Zentimetern pro Jahr weiter. Im großen Wachstumsschub der Pubertät legen Mädchen zeitweise etwa 8 bis 9 Zentimeter im Jahr zu, Jungen etwa 9 bis 10. Mädchen sind meist mit etwa 16 Jahren ausgewachsen, Jungen mit etwa 18 – manche auch etwas später.

Wachstum kostet Energie und Baustoffe: Eiweiß für Muskeln und Organe, Kalzium und Vitamin D für die Knochen, Eisen für das Blut. Deshalb haben Kinder und Jugendliche im Verhältnis zu ihrem Gewicht einen höheren Bedarf als Erwachsene – und deshalb ist ein Kaloriendefizit für ein wachsendes Kind nur in Ausnahmefällen und nur ärztlich begleitet sinnvoll. Wer in der Wachstumsphase dauerhaft zu wenig isst, riskiert, dass Wachstum und Entwicklung gebremst werden.

Daraus folgt das wichtigste Prinzip für Familien mit einem übergewichtigen Kind: hineinwachsen statt abnehmen. Bleibt das Gewicht einige Monate stabil, während das Kind in die Höhe wächst, sinkt der BMI ganz von allein. Bewegung, Wasser statt süßer Getränke, genug Schlaf und regelmäßige Mahlzeiten sind dafür die wichtigsten Bausteine.

Wachstum verläuft nicht gleichmäßig. Vor einem Schub haben viele Kinder plötzlich mehr Hunger und wirken eine Zeit lang etwas rundlicher, bevor sie in die Höhe schießen. Das ist normal und kein Grund, Portionen zu kürzen. Auch das Wachstumshormon wird vor allem nachts ausgeschüttet, besonders im Tiefschlaf kurz nach dem Einschlafen – ausreichend Schlaf gehört also zum Wachsen dazu.

Ob alles im Rahmen läuft, zeigen die Perzentilkurven im Vorsorgeheft. Fällt ein Kind deutlich von seiner Kurve ab oder wächst es auffällig langsam, ist das eine Frage für die Kinderärztin oder den Kinderarzt.

Wusstest du? Einen großen Teil des Wachstumshormons schüttet der Körper nachts aus – der stärkste Schub kommt meist im Tiefschlaf kurz nach dem Einschlafen. Ein Stück weit wächst ein Kind also tatsächlich im Schlaf.
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📅 Stand: 19. September 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber BeealthFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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