Schwimmen
Im Wasser trägt der Auftrieb rund 90 Prozent deines Körpergewichts – deshalb ist Schwimmen die gelenkschonendste Ausdauerbewegung überhaupt. Gleichzeitig arbeiten Arme, Beine, Rumpf und Atmung zusammen, und der Wasserwiderstand macht jede Bewegung zu leichtem Krafttraining.
Der Energieverbrauch ist beachtlich: Gemütliches Schwimmen liegt laut Compendium of Physical Activities bei etwa 6 MET, zügige Bahnen bei 8 bis 10 MET. Eine 70 Kilogramm schwere Person verbraucht in einer halben Stunde entspanntem Schwimmen rund 200 Kilokalorien. Wer nicht gut Kraul oder Brust schwimmt, kann mit Aquajogging oder Wassergymnastik ähnlich viel erreichen – Kurse gibt es in fast jedem Hallenbad.
Gerade bei deutlichem Übergewicht ist Wasser oft der Ort, an dem Bewegung wieder Freude macht: keine schmerzenden Knie, keine Stöße, und niemand sieht, wie schnell oder langsam du bist. Brustschwimmen mit dem Kopf über Wasser belastet allerdings den Nacken; wer regelmäßig schwimmt, lernt am besten, den Kopf zwischendurch ins Wasser zu legen.
Für Kinder ist Schwimmen mehr als Sport: Es kann Leben retten. Laut einer forsa-Umfrage der DLRG von 2022 kann etwa jedes fünfte Grundschulkind in Deutschland nicht schwimmen. Das Seepferdchen ist dabei erst der Anfang – als sicher gilt, wer das Bronze-Abzeichen schafft (200 Meter in höchstens 15 Minuten). Schwimmkurse ab etwa fünf Jahren, dazu regelmäßige Besuche im Bad mit den Eltern, sind die beste Vorbereitung.
Noch ein Hinweis aus der Forschung: Kaltes Wasser macht hungrig. Wer nach dem Schwimmen mit Heißhunger am Kiosk landet, holt sich die Trainingskalorien schnell zurück. Ein geplanter Snack – Obst, Vollkornbrot, Nüsse – gehört deshalb in die Badetasche.
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