Versteckter Zucker
Versteckter Zucker ist Zucker in Lebensmitteln, in denen man ihn nicht erwartet – und er macht einen großen Teil unseres täglichen Zuckerkonsums aus. Ketchup enthält rund 20 bis 25 Gramm Zucker je 100 Gramm, Fruchtjoghurt 12 bis 14, Knuspermüsli oft 20 und mehr, Cornflakes um 8, Fertig-Salatdressing 10 bis 15, Rotkohl aus dem Glas über 10, sogar Wurst und Brot bekommen häufig etwas Zucker ab.
So findest du ihn: Auf der Nährwerttabelle steht unter Kohlenhydrate die Zeile „davon Zucker“ – je 100 Gramm. Als grobe Orientierung gelten bis 5 Gramm als wenig, ab 22,5 Gramm als viel. Die Zutatenliste ist nach Menge sortiert: Steht Zucker unter den ersten drei Zutaten, ist viel drin. Und Zucker hat viele Namen: Glukosesirup, Fruktose-Glukose-Sirup, Dextrose, Maltodextrin, Invertzucker, Gerstenmalz, Reissirup, Agavendicksaft, Fruchtsüße, Kokosblütenzucker – über 70 Bezeichnungen sind im Umlauf.
Warum stecken Hersteller Zucker in Wurst oder Brot? Er verbessert Geschmack, Farbe, Konsistenz und Haltbarkeit – und macht Produkte „runder“. Fettreduzierte Light-Produkte bekommen besonders oft Zucker als Ausgleich.
Die einfachsten Gegenmaßnahmen für Familien: Naturjoghurt mit frischem Obst statt Fruchtjoghurt, Haferflocken statt Knuspermüsli, Tomatenmark und Gewürze statt Fertigsauce, Ketchup als Tupfer statt als See, Dressing selbst anrühren. So verschwinden schnell 20 bis 30 Gramm Zucker am Tag – ohne Verzicht auf Genuss.
Kinder finden es spannend, mit Zuckerwürfeln nachzulegen, wie viel in ihrem Lieblingsprodukt steckt. Das ist kein Verbot, sondern ein Aha-Erlebnis – und oft der Anfang einer neuen Gewohnheit.
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