Nutri-Score
Der Nutri-Score ist eine fünfstufige Nährwertkennzeichnung von A (dunkelgrün) bis E (rot), die mit einem Blick zeigt, wie ausgewogen ein verpacktes Lebensmittel im Vergleich zu ähnlichen Produkten ist. Entwickelt wurde er in Frankreich und dort 2017 eingeführt; in Deutschland dürfen Hersteller ihn seit November 2020 freiwillig verwenden.
So wird gerechnet: Je 100 Gramm gibt es Minuspunkte für Energie, Zucker, gesättigte Fettsäuren und Salz und Pluspunkte für Ballaststoffe, Eiweiß sowie den Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Aus der Differenz entsteht ein Buchstabe. Der Algorithmus wurde 2023/2024 überarbeitet: Süße Getränke, stark gesalzene Produkte und Weißmehl werden seitdem strenger, Vollkorn und Rapsöl besser bewertet.
Wichtig ist, was der Nutri-Score kann – und was nicht. Er vergleicht Produkte derselben Kategorie: Welche Tiefkühlpizza, welches Müsli, welcher Joghurt ist die bessere Wahl? Er sagt nicht, dass eine Pizza mit B gesünder ist als Nüsse mit C, und er bewertet weder Zusatzstoffe noch Verarbeitungsgrad noch Portionsgröße. Unverpacktes Obst und Gemüse trägt gar kein Label – und ist trotzdem die beste Wahl.
Studien aus Frankreich und Deutschland zeigen, dass Verbraucher mit dem Nutri-Score im Schnitt etwas ausgewogener einkaufen und Hersteller Rezepturen verbessern, um einen besseren Buchstaben zu erreichen. Beim Abnehmen hilft er als schneller Filter im Regal – der Blick auf Nährwerttabelle und Zutatenliste bleibt aber die genauere Methode.
Mit Kindern lässt sich der Score gut als Ampel nutzen: Grün darf täglich, Rot ist etwas für besondere Momente. Ohne Verbot, aber mit Bewusstsein.
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