Heißluftfritteuse
Die Heißluftfritteuse (Airfryer) frittiert nicht – sie ist ein kompakter Umluftofen mit sehr starkem Gebläse, der heiße Luft schnell um das Gargut wirbelt. Dadurch werden Kartoffelspalten, Gemüse oder Hähnchen außen knusprig, obwohl nur ein dünner Ölfilm darauf ist. Der Effekt ist derselbe wie im Backofen mit Umluft (Heißluft, die ein Ventilator im Ofen verteilt), nur schneller und in einem kleineren Raum.
Der Unterschied beim Fett ist groß: Frittierte Pommes nehmen laut Nährwerttabellen rund 10 bis 15 Gramm Fett je 100 Gramm auf. In der Heißluftfritteuse reicht für 500 Gramm Kartoffelspalten ein Teelöffel Öl (etwa 5 Gramm, 45 Kilokalorien) – das ergibt rund 1 Gramm Fett je 100 Gramm. Eine Portion hat so grob geschätzt weniger als die Hälfte der Kalorien, bei gleichem Knuspergefühl.
Was gut gelingt: Kartoffelspalten, Süßkartoffel, Röstgemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Paprika, Rosenkohl), Kichererbsen als Snack, Hähnchenbrust, Fischfilet, Tofu und aufgebackenes Brot. Weniger geeignet sind flüssige Teige, sehr leichte Blätter wie Spinat (sie fliegen herum) und alles mit nassem Teigmantel.
Zwei Hinweise: Auch hier entsteht bei starker Bräunung Acrylamid, deshalb gilt wie im Ofen: goldgelb statt dunkelbraun, Temperatur um 180 °C, Kartoffelstücke vorher 30 Minuten wässern. Und der Korb wird sehr heiß – für Kinderhände ist das Gerät nichts, das Befüllen und Schütteln geht aber gemeinsam.
Brauchst du sie? Nein – ein Backofen mit Umluft und ein Blech mit Backpapier leisten dasselbe. Wer aber häufig kleine Mengen für zwei bis vier Personen zubereitet, ist mit der Heißluftfritteuse schneller und braucht weniger Energie als für den vorgeheizten großen Ofen.
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