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Süßes bei Kindern

Familieab 5 J.
Süßes ist erlaubt – laut WHO sollte ein Grundschulkind höchstens etwa zehn Würfel freien Zucker am Tag essen, besser nur halb so viel.

Süßigkeiten gehören zur Kindheit – die Frage ist nicht ob, sondern wie viel und wann. Die WHO empfiehlt, dass freier Zucker (zugesetzter Zucker plus der Zucker in Saft, Sirup und Honig) weniger als 10 Prozent der Energie ausmacht, besser unter 5 Prozent. Für ein Grundschulkind mit rund 1.600 kcal am Tag sind 10 Prozent etwa 40 Gramm – zehn Zuckerwürfel zu je 4 Gramm. Die Dortmunder DONALD-Studie zeigt: Kinder und Jugendliche in Deutschland liegen im Schnitt deutlich darüber.

Ein großer Teil dieses Zuckers kommt nicht aus der Nasch-Schublade, sondern steckt in Getränken, gesüßten Milchprodukten, Frühstücksflocken, Fruchtjoghurt und „Kinder“-Snacks. Ein Glas Saft, ein Fruchtjoghurt und eine Schale gesüßte Frühstücksflocken füllen die Tagesmenge schon vor der ersten Süßigkeit.

Was sich in vielen Familien bewährt: Süßes ist erlaubt, planbar und ohne Bedingung. Zum Beispiel eine kleine Portion am Tag (so viel, wie in die Kinderhand passt), am besten direkt nach einer Mahlzeit statt zwischendurch – das schont die Zähne und verhindert, dass Süßes den Hunger auf das Essen nimmt. Strenge Verbote machen Süßes oft nur spannender; Kinder, die zu Hause nie etwas bekommen, essen bei Freunden oft umso mehr.

Wichtig ist die Rolle: Süßes ist nicht Belohnung, nicht Trost, nicht Strafe – einfach eine Sache, die es manchmal gibt. Sprich von „Manchmal-Essen“ statt von „ungesund“ oder „verboten“. Und mach den Zucker sichtbar: Gemeinsam Zuckerwürfel für Lieblingsgetränke stapeln beeindruckt Kinder oft mehr als jede Regel.

Ein Wort zum Ersatz: Zuckerfreie Limonade oder mit Süßstoff gesüßter Joghurt gewöhnen nicht vom süßen Geschmack ab. Wasser, Obst und ungesüßte Varianten sind die bessere Gewohnheit – und wer weniger Süßes isst, empfindet vieles schon nach einigen Wochen als süß genug.

Wusstest du? Schon Neugeborene bevorzugen Süßes – die Vorliebe ist angeboren: Süß bedeutete für unsere Vorfahren Energie, Bitteres dagegen mögliches Gift. Wie süß „normal“ ist, lernt das Kind aber in den ersten Lebensjahren.
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📅 Stand: 19. September 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber BeealthFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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