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Werbung & Essen: Durchblick im Supermarkt
🎓 11-12 Jahre
📚 4 Lektionen
✅ Kostenlos
⏱ ~3 Min.
Wie Werbung dich zum Kaufen bringen will, welche Tricks auf Verpackungen stecken und wie du Zutatenliste, Nährwerttabelle und Nutri-Score wie ein Profi liest.
Comicfiguren auf der Müslipackung, Stars mit Limo in der Hand, „ohne Zuckerzusatz“ in großen Buchstaben: Lebensmittelwerbung richtet sich ganz gezielt an Kinder und Jugendliche. Eine Untersuchung der Universität Hamburg zählte rund 15 Werbungen für Süßes, Snacks und Fast Food pro Tag und Kind. Dieses Lernmodul macht dich zum Werbe-Detektiv.
Du lernst die häufigsten Tricks der Industrie kennen, von Gefühlen statt Fakten bis zur getarnten Werbung bei Influencern. Danach drehst du die Packung um: Wie ist die Zutatenliste sortiert, welche Tarnnamen hat Zucker, wie liest man die Nährwerttabelle pro 100 Gramm, was bedeutet der Nutri-Score, und ab welcher Menge gilt ein Produkt als zucker-, fett- oder salzreich?
Eine Lektion führt dich durch den Supermarkt mit seinen Regal- und Verpackungstricks, die letzte baut einen Vier-Fragen-Check, den du überall im Kopf durchgehen kannst. Mit Aufgaben zum Ausprobieren und drei Quizfragen je Lektion.
❓ Häufige Fragen
Wie erkenne ich versteckten Zucker in der Zutatenliste?
Zucker versteckt sich hinter Namen wie Glukosesirup, Fruktose, Dextrose, Maltose, Saccharose, Invertzucker, Maltodextrin, Gerstenmalzextrakt, Fruchtsaftkonzentrat oder Agavendicksaft. Alles, was auf „-ose“ oder „-sirup“ endet, ist ein Zucker. Hersteller verteilen Zucker oft auf mehrere Namen, damit er in der Liste weiter hinten steht.
Ab wann enthält ein Lebensmittel viel Zucker?
Als Faustregel gilt: mehr als 22,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm ist viel, weniger als 5 Gramm ist wenig. Bei Fett liegt die Grenze bei 17,5 Gramm, bei Salz bei 1,5 Gramm. Diese Werte stammen aus dem britischen Ampelsystem und passen zur Empfehlung der WHO, höchstens ein Zehntel der Tagesenergie aus zugesetztem Zucker zu beziehen.
Was sagt der Nutri-Score aus?
Der Nutri-Score fasst die Nährwerte eines Produkts in einer Skala von A (grün, gute Nährwerte) bis E (rot, eher schlechte Nährwerte) zusammen und eignet sich zum Vergleich ähnlicher Produkte, etwa zweier Pizzen. Er ersetzt aber nicht den Blick auf die Zutatenliste, und Hersteller dürfen ihn freiwillig weglassen.
Ist Werbung bei Influencern erlaubt?
Ja, sie muss aber gekennzeichnet sein, etwa mit „Anzeige“ oder „Werbung“. Besonders kritisch solltest du bei Detox-Tees, Fitness-Shakes und Pulvern sein, die schnelle Veränderungen des Körpers versprechen: Für Jugendliche sind sie unnötig und können schaden.