Mineralstoffe
Mineralstoffe sind anorganische Nährstoffe, die der Körper für Knochen, Blut, Nerven, Muskeln und unzählige Stoffwechselvorgänge braucht. Wie Vitamine liefern sie keine Energie. Man unterscheidet Mengenelemente (davon steckt viel im Körper, mehr als 50 Milligramm je Kilogramm: Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor) und Spurenelemente (winzige Mengen: Eisen, Jod, Zink, Selen, Fluorid).
Die wichtigsten für Familien: Calcium baut Knochen und Zähne auf – die DGE empfiehlt Erwachsenen 1.000 Milligramm am Tag, Jugendlichen im Wachstum sogar 1.200. Ein Glas Milch oder ein Becher Joghurt liefern rund 300 Milligramm, ebenso Hartkäse, Grünkohl, Brokkoli und calciumreiches Mineralwasser. Eisen transportiert Sauerstoff im Blut; Mädchen und Frauen brauchen wegen der Menstruation mehr als Männer. Es steckt in Fleisch, Hülsenfrüchten, Haferflocken und Vollkorn – pflanzliches Eisen wird mit Vitamin C (Paprika, Orange) deutlich besser aufgenommen.
Jod braucht die Schilddrüse; Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, weshalb jodiertes Speisesalz und Seefisch wichtig sind. Magnesium aus Vollkorn, Nüssen und Hülsenfrüchten unterstützt Muskeln und Nerven. Zink stärkt Abwehr und Wundheilung.
Beim Abnehmen sinkt die Energiemenge, der Mineralstoffbedarf aber nicht. Wer Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Gemüse als Basis behält, ist gut versorgt. Nahrungsergänzungsmittel sind nur bei nachgewiesenem Mangel sinnvoll – zu viel Eisen oder Zink kann sogar schaden. Ein Blutbild beim Kinderarzt oder Hausarzt gibt Sicherheit, etwa bei Verdacht auf Eisenmangel.
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