Mindesthaltbarkeitsdatum
„Mindestens haltbar bis“ heißt genau das: Bis zu diesem Tag garantiert der Hersteller Geschmack, Farbe und Konsistenz – danach ist das Lebensmittel meist noch lange in Ordnung. Ganz anders das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“): Es steht auf leicht verderblichen Produkten wie Hackfleisch, frischem Geflügel, rohem Fisch oder vorgeschnittenem Salat und ist eine Sicherheitsgrenze. Nach diesem Datum bitte nicht mehr essen, auch wenn nichts zu riechen ist.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Hauptgrund für Lebensmittelverschwendung: Laut der Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft werfen viele Haushalte Joghurt, Käse, Eier oder Nudeln am Stichtag weg, obwohl sie einwandfrei sind. Die bessere Prüfung sind deine Sinne: ansehen, riechen, kleine Probe. Schimmel, eine aufgeblähte Packung, saurer oder muffiger Geruch sind klare Stoppzeichen – ein Datum allein ist es nicht.
Typische Reserven: Naturjoghurt und Quark ungeöffnet oft ein bis zwei Wochen über das Datum hinaus, Hartkäse Wochen, Nudeln, Reis, Mehl und Konserven Monate bis Jahre, Schokolade und Kekse Monate (höchstens etwas grau oder weich). Eier tragen ein MHD von 28 Tagen nach dem Legen; danach sind sie durcherhitzt noch gut verwendbar. Salz, Zucker und Essig brauchen gar kein Datum.
Zwei Ausnahmen, bei denen Vorsicht gilt: Bei geöffneten Packungen zählt nicht mehr das MHD, sondern die Zeit seit dem Öffnen – und bei Produkten für Säuglinge, Schwangere oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem lieber nichts ausreizen.
Ein Trick für zu Hause: Im Kühlschrank die Sachen mit dem nächsten Datum nach vorn stellen („first in, first out“, wie im Laden) und den Vorratsschrank zweimal im Jahr durchsehen.
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