Einfrieren
Bei −18 °C stehen Bakterien und Enzyme praktisch still – Einfrieren ist deshalb die schonendste Art, Lebensmittel lange haltbar zu machen, ganz ohne Zusatzstoffe. Vitamine bleiben dabei weitgehend erhalten; sie leiden mehr unter Lagerzeit im Kühlschrank als unter der Kälte. Für Familien ist das Gefrierfach ein Vorrat an halbfertigen Mahlzeiten, der viele Fertigprodukte überflüssig macht.
Was gut geht: Brot (in Scheiben, dann kannst du einzeln toasten), gekochte Gerichte wie Suppen, Eintöpfe, Bolognese oder Currys, Beeren, Bananen für Smoothies, Kräuter in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl, rohes Fleisch und Fisch sowie Gemüse, das du vorher zwei Minuten blanchierst (kurz in kochendes Wasser tauchen, dann in Eiswasser abschrecken). Weniger gut: Salat, Gurke, Tomaten und rohe Kartoffeln (werden matschig oder süßlich), Eier in der Schale, Sahnesoßen (flocken aus) und Joghurt.
Richtzeiten laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Gemüse und Obst 6 bis 12 Monate, gekochte Gerichte etwa 3 Monate, Rindfleisch 9 bis 12 Monate, Geflügel 8 bis 10 Monate, fetter Fisch 2 bis 3 Monate, Brot 1 bis 3 Monate. Danach wird nichts gefährlich, aber Geschmack und Konsistenz lassen nach. Flach einfrieren (in Beuteln oder flachen Dosen) beschleunigt das Gefrieren, hält die Zellen intakt – und taut später schneller auf.
Auftauen am sichersten im Kühlschrank, nicht bei Zimmertemperatur; Fleisch dabei in eine Schale legen, damit kein Tauwasser tropft. Gekochtes darf direkt aus dem Gefrierfach in Topf oder Ofen. Einmal Aufgetautes nicht roh wieder einfrieren – gekocht ist erneutes Einfrieren aber in Ordnung.
Ein Tipp gegen das Vergessen: Datum und Inhalt auf jeden Beutel schreiben und alle paar Wochen einen „Gefrierfach-Tag“ einlegen, an dem nur aus dem Vorrat gekocht wird.
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