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Körperbild bei Jugendlichen

Familieab 13 J.
Das Körperbild ist das innere Bild vom eigenen Körper – in der Pubertät gerät es leicht ins Wanken, auch durch Social Media.

Das Körperbild ist das Bild, das ein Mensch von seinem eigenen Körper hat – wie er ihn sieht, bewertet und fühlt. Es entsteht nicht im Spiegel, sondern im Vergleich: mit Freundinnen und Freunden, mit Werbung, mit Bildern in sozialen Medien und mit dem, was zu Hause über Körper gesagt wird. In der Pubertät, wenn sich der Körper schnell verändert, ist es besonders verletzlich.

Die Zahlen sind ernüchternd: In der WHO-Schülerstudie HBSC hielt sich in Deutschland etwa jedes zweite 15-jährige Mädchen für zu dick – obwohl die große Mehrheit normalgewichtig ist. Auch viele Jungen sind unzufrieden, oft in Richtung „zu wenig Muskeln“. Ein negatives Körperbild ist kein Schönheitsproblem: Es erhöht das Risiko für Diäten, Essstörungen und depressive Verstimmungen und kann dazu führen, dass Jugendliche Sport und Schwimmbad meiden.

Soziale Medien verstärken das. Gefilterte Bilder, Vorher-nachher-Videos und „Was ich an einem Tag esse“-Clips zeigen Körper, die es so nicht gibt – und Algorithmen liefern davon umso mehr, je länger man hinschaut. Studien zeigen, dass schon kurzes Betrachten solcher Bilder die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper senken kann.

Was Familien tun können: keine Körperkommentare – weder über das Kind noch über sich selbst noch über andere („Die hat aber zugenommen“). Über Körper sprechen, was sie können, nicht wie sie aussehen. Keine Diätgespräche am Tisch. Medienkompetenz üben: gemeinsam Filter entlarven, Accounts entfolgen, die schlechte Gefühle machen, Vielfalt sichtbar machen. Und Sport als Freude, nicht als Formung.

Ein gutes Körperbild ist auch ein guter Schutz gegen Diät-Spiralen: Wer seinen Körper mag, pflegt ihn, statt ihn zu bestrafen. Wenn dein Kind sich hasst, Mahlzeiten meidet oder ständig über sein Aussehen spricht, hör zu – und hol dir früh Unterstützung bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt oder einer Beratungsstelle. Anonym helfen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, kurz BIÖG (früher BZgA), am Beratungstelefon zu Essstörungen unter 0221 892031 und für Jugendliche die „Nummer gegen Kummer“ unter 116 111.

Wusstest du? Das Körperbild wird früh geprägt: In einer US-Studie hatten fünfjährige Mädchen, deren Mütter Diät hielten, häufiger schon Vorstellungen vom Diäthalten als andere Mädchen.
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📅 Stand: 19. September 2026✔️ Redaktionell geprüftÜber BeealthFAQFehler melden? Im Lexikon mitmachen

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