Saisonkalender
Ein Saisonkalender zeigt Monat für Monat, welches Obst und Gemüse gerade in Deutschland vom Feld kommt – und genau dann schmeckt es am besten. Erdbeeren im Juni, Tomaten im August, Kürbis im Oktober, Grünkohl im Januar: Was reif geerntet wird, hat mehr Aroma und oft mehr Vitamine als Ware, die unreif gepflückt und weit transportiert wurde.
Ein grober Fahrplan: Im Frühling kommen Spargel (April bis zum 24. Juni), Rhabarber, Radieschen und Spinat. Der Sommer bringt Erdbeeren, Kirschen, Beeren, Zucchini, Gurken, Tomaten und Paprika aus dem Freiland. Der Herbst liefert Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kürbis, Kohl, Möhren und Rote Bete. Im Winter tragen Lagergemüse wie Kohl, Wurzeln, Kartoffeln und Äpfel sowie Feldsalat, Lauch und Grünkohl durch. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) bietet einen Saisonkalender mit allen Sorten.
Saisonal essen hilft beim Abnehmen fast nebenbei: Weil es immer etwas Neues gibt, bleibt Gemüse spannend, und die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag fallen leichter. Reifes Obst ist zudem süß genug, um Nachtisch zu ersetzen – Erdbeeren im Juni brauchen keinen Zucker.
Auch fürs Klima zählt es: Freilandgemüse aus der Region verursacht laut Umweltbundesamt deutlich weniger Treibhausgase als Ware aus beheizten Gewächshäusern oder per Flugzeug. Erdbeeren im Dezember sind das bekannteste Beispiel. Tiefkühlware und Konserven aus der Erntezeit sind eine gute Brücke für den Winter.
Für Familien wird der Saisonkalender zum Spiel: jeden Monat ein neues Gemüse „entdecken“, auf dem Wochenmarkt fragen, was gerade geerntet wird, oder gemeinsam Beeren pflücken gehen. Kinder, die wissen, wo Erdbeeren wachsen und wann, essen sie mit mehr Begeisterung.
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